Am MTG hat die individuelle Förderung und Sprachbegleitung der Schüler:innen eine lange Tradition. Ziel hierbei ist es, dass vor allem diejenigen Schüler:innen ab der sechsten Jahrgangsstufe, die aufgrund eines eher instabilen Notenbildes Förderbedarf haben, die Möglichkeit erhalten sollen, individuell und flexibel betreut zu werden. Für die Sprachbegleitung werden in der Regel vier Kurse eingerichtet, beginnend mit der 5. Jahrgangsstufe.

Unsere Konzeption stützt sich dabei auf folgende Säulen:

  1. Individuelle Förderung und Sprachbegleitung: Kurse der individuellen Förderung werden entsprechend der schulischen Möglichkeiten in der Regel in allen Kernfächern angeboten, im Idealfall pro Fach in unterschiedlichen Jahrgangsstufen. Die Sprachbegleitung dagegen richtet sich an Schüler:innen ab der Jahrgangsstufe 5, die sprachliche Defizite in den Bereichen Wortschatz und Ausdruck, aber auch in der Grammatik und Rechtschreibung aufweisen. In diesen speziellen Kursen sollen diejenigen Kompetenzen gestärkt werden, die zum flüssigen Gebrauch der deutschen Standardsprache benötigt werden; in erster Linie geht es also um die Stärkung der Sprech-, Lese- und Schreibfähigkeiten. Zudem sollen die Kursteilnehmer:innen befähigt werden, in den Sachfächern die benötigte Fachsprache zu verstehen und angemessen zu verwenden. Sprachbegleitung also als eine besondere Form der Sprachförderung, die sich auf alle Fächer positiv auswirken soll.
  2. Coachgedanke:
    Die in den Förderunterricht aufgenommenen Schüler:innen werden von Fachlehrkräften (fachlichen Coaches) betreut. Die Koordinatoren organisieren die Zuweisung der Schüler:innen mit Förderbedarf an den zuständigen Fachcoach. Dort werden diese fachlich beraten und betreut. Neben der fachspezifischen Förderung sollen aber auch Lernstrategien vermittelt und das für ein erfolgreiches Lernen notwendige Zeit- und Selbstmanagement gestärkt werden.
  3. Eigenverantwortung:
    Das Konzept der individuellen Förderung ist ein zusätzliches Lernangebot, das mit großem personellen Aufwand verbunden ist. Für das Förderprogramm ist deswegen ein persönliches Engagement Voraussetzung. Schüler:innen, bei denen Förderbedarf besteht, werden von den Koordinatoren gezielt angesprochen und erhalten ein Einladungsformular. Maximal zwei Fächer können gleichzeitig gefördert werden. Im Falle einer Ablehnung der Einladung ist eine schriftliche Begründung notwendig. Unabdingbar für einen Erfolg dieser Förderung ist ein gehöriges Maß an Eigenmotivation, Fleiß und Zuverlässigkeit. Andernfalls kann eine vorzeitige Beendigung der individuellen Förderung erfolgen. Dadurch erhalten leistungsbereite Nachrücker ihre Chance, in einen Kurs aufgenommen zu werden. Wenn die zusätzliche Förderung Erfolg (in Form entsprechender Noten) zeigt, kann diese auch in Absprache mit den Eltern und dem Fachcoach wieder beendet werden.
  4. Mischkonzept:
    Die Gestaltung des Förderunterrichts wird in der Regel nach festen Zeiten in Förderstunden abgehalten; im Falle von Überschneidungen des Stundenplans kann diese Förderung auch in enger Absprache mit dem Fachcoach in einer eher offenen Form der Lernbegleitung durchgeführt werden. Hierbei wird der betreute Schüler zum Beispiel Material erhalten, welches er selbstständig zu Hause bearbeitet und termingerecht dem Coach wieder vorlegt, um dieses gemeinsam zu besprechen.

Ansprechpartner für die individuelle Förderung und Sprachbegleitung am MTG sind Gerhard Strunz und Bernd Schinner.

Die Anmeldung zur individuellen Förderung erfolgt über ein entsprechendes Formular.