Gibt es Tiere, die fast ganz aus Wasser bestehen?

Quallen sind sehr faszinierende Tiere. Sie bestehen zu 95-99 Prozent aus Wasser. Die Tiere haben kein Gehirn und auch kein Herz, aber ein Nervensystem um auf Licht und schwere zu reagieren. Auch wenn Quallen nichts sehen, können sie mit speziellen Sinneszellen in der Äußeren Haut Schicht ihr Umfeld wahrnehmen und reagieren.

Quallen gehören zur Gattung der Nesseltiere. Die Lebewesen sind in fast allen Meeren zu finden, je wärmer das Meer ist, desto mehr Quallen gibt es. Sogar in Deutschland sind Quallen zu finden. An der Ost- und der Nordsee gibt es Ohrenquallen, Gelbe Haarquallen, Blaue Nesselquallen und Kompas Quallen.

Wenn die Tiere nicht im Wasser sind sterben sie nach ein paar Minuten, nur wenige Quallen können für längere Zeit außerhalb des Wassers sein, aber auch das nur eine gewisse Zeit. Am Strand liegende Quallen sind meistens schon tot, da nützt es auch nichts mehr, sie mit Wasser zu begießen oder sie zurück ins Wasser zu bringen.

Sie ernähren sich vor allem von Plankton (Zooplankton). Plankton sind kleine Organismen, die im Meer mit der Strömung mittreiben. Die Lebewesen fressen aber auch Fischeier und größere Quallen, teilweise auch kleinere Quallen. Die größte Qualle, die je gefunden wurde, ist ca. 2,3 Meter groß. Die Tentakeln dieser Qualle sind ca. 36,5 Meter lang.

Körperbau: Eine Qualle besteht aus einem Schirm, den man auch Glocke nennt (Das runde Ding ganz oben), und Tentakeln, die vom Schirm herunterhängen. Der ganze Körper der Tiere ist mit Nesseln übersät, besonders viele sind jedoch auf den Tentakeln. Die Nesseln an den Tentakeln nutzen sie zum „Jagen“. Sie sprühen etwas Gift aus den Nesseln, die Beute verfängt sich in den Nesseln und durch das Gift stirbt es dann ab und die Qualle kann die Beute essen. Je nach Quallenart ist das Gift stärker oder schwächer. Es gibt auch Gift, das für uns Menschen tödlich ist. Die meisten Quallen haben aber nicht genug Gift, um uns zu schaden, meistens bekommen wir nur einen Ausschlag, der anschwillt, juckt oder etwas gerötet ist. Der Ausschlag ist meistens sofort sichtbar, machmal aber auch erst nach einiger Zeit.

Es gibt 1.500 verschiedene Quallenarten. Dazu gehören z.B. die Ohrenqualle, die blaue Nesselqualle, die Kompasqualle, die gelbehaarqualle, die Feuerqualle und die Würfelqualle. Die Tiere werden ca. ein Jahr alt Sie besiedeln seit ca. 500-600 Jahren die Erde und haben schon lange vor den Dinosaurian existiert. Quallen sind z.B. mit Korallen und Seeanemonen verwandt, aber sie haben mit fast allen Nesseltieren Ähnlichkeit. Strenggenommen sind also alle Nesseltiere mit ihnen verwant.

Interessantes: Dadurch, dass Quallen kein Nervensystem haben, können sie keinen Schmerz emfinden. Die Tiere scheiden Urin und Koot durch ihren Mund aus, so wie sie da auch Essen aufnehmen, das liegt daran, dass sie nur eine Öffnung haben und da kommt alles rein und auch wieder raus. Auch wenn sie kein Gehirn besitzen haben sie Intelligenz, sie lernen aus Erfahrungen und passen sich entsprechend an.