Was steckt hinter Trumps angriff auf Venezuela
Am 3. Januar greife US-amerikanische Militäreinheiten im Ramen der „Operation Absolute Resolve“ („Operation unbedingte Entschlossenheit“) Ziele im Norden Venezuelas, darunter auch die Hauptstadt Caracas an. Ziel der Operation ist es, den venezuelischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau in die USA zu bringen, wo sie wegen des Vorwurfs des Drogenhandels vor Gericht gestellt werden sollen. Maduro befindet sich seit dem 3.1. in amerikanischer Gefangenschaft.
Venezuelas Regierung unter Maduro wird allgemein als autokratische, autoritäre Regierung hinter einer demokratischen Fassade angesehen. Der ehemalige Präsident Maduro war seit 2013 an der Macht.
Maduro und seine Frau plädierten beide bei ihrer Anhörung vor einem US-amerikanischen Richter für nicht schuldig. Maduro betrachtet seine Gefangenname als „Entführung“ und erklärte, weiterhin rechtmäßiger Präsident Venezuelas zu sein.
Trump erklärte, die USA würden weiterhin die Kontrolle über Venezuela behalten, und warf Präsident Maduro vor, Kopf eines Drogenkartells zu sein. Die USA hatten ein Kopfgeld von 50 Millionen $ auf Maduro ausgesetzt. Außerdem hatte Trump angekündigt, dass US-Firmen die Ölindustrie Venezuelas übernehmen, und die marode Infrastruktur wiederaufbauen und anschließend Öl fördern werden, „zum Nutzen sowohl der Unternehmen als auch Venezuelas“. Beobachter werteten dies als offenen Zugriff auf die bedeutenden Venezuelanischen Ölreserven.
Das Vorgehen der USA wurde allgemein als völkerrechtswidrig betrachtet. Die EU erklärte, Maduro sei auch für sie kein rechtmäßiger Präsident, rief aber zur Zurückhaltung auf. Bundeskanzler Merz meinte, der Fall sei komplex und juristisch schwierig einzuordnen.
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